Vor Ort

Blaulichtgottesdienst des Landkreises am Kreuzberg bei Hallerndorf

26.09.2026

Blaulichtfamilie hält inne – Erster Ökumenischer Gottesdienst am Kreuzberg verbindet Einsatz, Gedenken und Gemeinschaft

Wenn andere Menschen Hilfe brauchen, müssen sie da sein – unabhängig davon, ob es Tag oder Nacht ist, Werktag oder Feiertag. Feuerwehrleute, Rettungsdienst, Polizei, THW und weitere Helferinnen und Helfer der Blaulichtorganisationen stehen das ganze Jahr über bereit. Am Samstag kamen Angehörige dieser „Blaulichtfamilie“ des Landkreises Forchheim zu einer tief bewegenden Premiere zusammen, dem ersten Ökumenischen Blaulicht-Gottesdienst an der Kreuzbergkirche bei Hallerndorf. Im Mittelpunkt standen dabei einmal nicht Einsatzpläne, Alarmierungen oder technische Hilfeleistungen, sondern die Menschen hinter den Uniformen. Der Gottesdienst bot Gelegenheit, innezuhalten, Kraft zu schöpfen und an jene Kameradinnen und Kameraden zu erinnern, die verstorben sind. Zugleich wurde um Schutz und Segen für die zahlreichen Einsätze gebeten, zu denen die Helferinnen und Helfer immer wieder ausrücken.


Dass der Premiere eine ganz besondere Bedeutung zukam, zeigte sich bereits an der hochkarätigen Gästeliste. Kreisbrandrat Oliver Flake vom federführend organisierenden Feuerwehrkreisverband hieß neben dem stellvertretenden Landrat Otto Siebenhaar auch Staatsminister Thorsten Glauber, den Landtagsabgeordneten Michael Hofmann sowie den örtlichen Bürgermeister Gerhard Bauer herzlich willkommen. Mit dem katholischen Dekan Thomas Teuchgräber und seinem evangelischen Pendant, Dekan Enno Weidt, zelebrierten die beiden höchsten kirchlichen Amtsträger des Landkreises den Gottesdienst. Dies zeuge vom enorm hohen Stellenwert dieser Veranstaltung, betonte Flake sichtlich stolz. Ein tiefes Zeichen der Ökumene, das auch Dekan Teuchgräber in Worte fasste: „Wir stehen hier Seite an Seite, egal welche Konfession, so wie im Einsatz im Ernstfall halt auch.“ Ein besonderer Dank Flakes galt Pfarrer Matthias Steffel, auf dessen persönliche Initiative hin dieser Blaulichtgottesdienst am Kreuzberg überhaupt erst stattfand. In seiner ergreifenden Predigt stellte Steffel das Thema „Helfen“ in den Mittelpunkt und würdigte den unermüdlichen Dienst der Retter: „Die Ehrenamtlichen helfen Einsatz für Einsatz, Nacht für Nacht, Jahr für Jahr.“

Wie tief die Dankbarkeit in der Region verwurzelt ist, machte der Landtagsabgeordnete Michael Hofmann deutlich. In einem emotionalen Moment fand er stellvertretend – auch im Namen seines Landtagskollegen Thorsten Glauber – Worte, die unter die Haut gingen und den anwesenden Einsatzkräften direkt aus dem Herzen sprachen: „Ihr seid ein Schatz! Wir sind stolz auf euch!“ Musikalisch wurde die Feier würdevoll von Feuerwehrkapellen begleitet, was der Atmosphäre vor der Kirche einen feierlichen Rahmen verlieh. Vor dem Gotteshaus machten zudem ausgestellte Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, BRK, THW, ASB sowie Bergwacht und DLRG die Vielfalt des Rettungswesens sichtbar. Auch wenn der Zuspruch noch wachsen darf, blicken die Beteiligten durchweg positiv auf das Ereignis. Schirrmeister Jakob Endres vom THW Forchheim resümierte: „Eine sehr schöne Aktion, es hätten aber schon ein paar mehr Teilnehmer sein können.“ Dem stimmte sein THW-Kollege, der Ortsbeauftragte Thomas Albert aus Kirchehrenbach, zu. Er fand den Gottesdienst ebenfalls rundum gelungen und blickte bereits in die Zukunft: „Sollte dieser Gottesdienst wieder stattfinden, werden wir in jedem Fall wieder dabei sein.“ Am Ende des Abends stand ein einhelliger, tiefer Wunsch im Raum: Aus diesem ersten Ökumenischen Blaulichtgottesdienst soll eine feste Tradition erwachsen, die als starkes Symbol für den unerschütterlichen Zusammenhalt im Landkreis steht. Nach dem offiziellen Teil stand ganz die Gemeinschaft im Vordergrund. Auf den Kreuzbergkellern verweilten die Einsatzkräfte im Anschluss bei einem gemütlichen Zusammensein. Bei Essen und Getränken blieb viel Zeit für Gespräche abseits des stressigen Einsatzgeschehens – eine wertvolle Gelegenheit, um Kontakte zu pflegen und sich in ungezwungener Atmosphäre einfach mal persönlich auszutauschen.

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