Vor Ort

Verein zur Kitzrettung präsentiert neu erworbene Drohnen – Rettung in Naturschutzgebiet wegen Flugverbot ein Problem

03.08.2022

Der neu gegründete Verein „Kitzrettung Unterer Aischgrund e.V.“ hat ein Problem. Mit ihrer neu erworbenen Drohne dürfen sie nicht in das Naturschutzgebiet „Langenbachgrund und Haarweiherkette“ bei Haid fliegen, um mit der Wärmebildkamera die Äcker vor der Mahd nach versteckten Rehen abzusuchen.

 

Anders als in FFH- und in Vogelschutzgebieten darf diese Fläche von etwa 15 Hektar nicht mit der Drohne überflogen werden. Die Vereinsverantwortlichen verstehen dieses strikte Verbot nicht und richteten bei einer Informationsveranstaltung in Stiebarlimbach an mich die Bitte, hier eventuell eine Ausnahmeregelung erwirken zu können. Meine Haltung dazu ist klar: Der Drohnenflug zur Rehkitzrettung muss selbstverständlich auch in Naturschutzgebieten möglich sein. Schließlich sind die Kitze keine Tiere zweiter Klasse und haben ebenfalls Schutz verdient. Das Problem gibt es derzeit allerdings bayernweit. Das Umweltministerium muss hier tätig werden und der unteren Naturschutzbehörde die notwendige Beinfreiheit geben für eine tiergerechte Abwägung der Interessen.

Die Anschaffung der hochmodernen Drohne mit integrierter Wärmebildkamera wurde mit Hilfe von Mitteln des Freistaates über das Regionalbudget der Allianz Regnitz Aisch finanziert. 4.500 Euro sind hier geflossen, der Verein hat sich zur Kitzrettung eine technische Ausstattung von insgesamt 8.500 Euro zugelegt. Diese Arbeit des gemeinnützigen Vereins zur Kitzrettung im Zusammenspiel mit Landwirten, Jägern und Naturschutzbelangen unterstütze ich sehr gerne.


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